Marcel Beyer und Eva Menasse: Vergleichende Verhaltensforschung

Warum sich Literatur für Tiere interessiert
21. Mär, Mi., 19:00 bis 20:30 Uhr

Marcel Beyer und Eva Menasse: Vergleichende Verhaltensforschung
Warum sich Literatur für Tiere interessiert

21. Mär, Mi., 19:00 bis 20:30 Uhr
Reihe: „Ein Leben ohne Mops…“?

Moderation: Cord Riechelmann, Biologe und Publizist, Berlin

In jeweils einem ihrer einschlägigen Werke haben sich der Autor Marcel Beyer und die Schriftstellerin Eva Menasse mit Tieren und ihrem Verhalten befasst, um aus der Beobachtung nicht-menschlicher Tiere Erkenntnisse über die Gattung Mensch zu gewinnen.

Raupen, die sich ihr eigenes Grab schaufeln, Haie, die künstlich beatmet werden, Enten, die noch im Schlaf nach Fressfeinden Ausschau halten, Schafe, die ihre Wolle von selbst abwerfen. Jahrelang hat Eva Menasse Tiermeldungen gesammelt, die ihr, wie umgekehrte Fabeln, etwas über menschliche Verhaltensweisen zu verraten schienen. Und so geht jede ihrer Erzählungen, die 2017 unter dem Titel Tiere für Fortgeschrittene  erschienen sind, von einer kuriosen Tiermeldung aus und widmet sich doch dem menschlichen Verhalten.

Ausgehend von der Biografie des Verhaltensforschers Konrad Lorenz erzählt Marcel Beyer in seinem 2009 erschienenen Roman Kaltenburg die Geschichte des Ornithologen Ludwig Kaltenburg im Dresden der Nazizeit und der DDR, dem das Zusammenleben mit seinen Tieren, insbesondere den Dohlen, und die daraus resultierende Verhaltensforschung alles bedeutet.