Stapel gebündelter Akten in einem Regal

Angst, Scham und Ohnmacht

Gefühlsgeschichtliche Einblicke in die Stasigeschichte
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Angst, Scham und Ohnmacht
Gefühlsgeschichtliche Einblicke in die Stasigeschichte

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Reihe: Scham und Gesellschaft

In Kooperation mit der interdisziplinären Forschungsinitiative „Invektivität“ der Technischen Universität Dresden

Ein studentisches Projekt am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Technischen Universität Dresden nähert sich 2016/17 forschend der Gefühlsgeschichte der Stasi. Die Ergebnisse werden in einer szenischen Lesung präsentiert. Mit ihrem Geheim- und Überwachungswissen wurde die Stasi im Verlauf der Revolution in der DDR zum Symbol der verhassten politischen Herrschaft. Die Besetzung der Stasizentralen und die Verhinderung der Aktenvernichtung sind zum Inbegriff der Überwindung von Diktatur und Terror geworden.

Durch die Bespitzelungsaktivitäten des Ministeriums für Staatssicherheit war der SED-Staat tief in die Privatsphäre seiner Bürgerinnen und Bürger eingedrungen, in ihre Wohnungen, in Familien und Freundeskreise. Doch welche Rolle spielen Intimität und Grenzüberschreitungen, Scham und Beschämung in der Geschichte der Stasi  Aktivitäten?

Die Veranstaltung fragt aus einem emotionsgeschichtlichen Blickwinkel, welche Gefühle im Kontext der Stasi auf allen Seiten relevant waren, bei Tätern und Opfern, bei Zuschauern und Unbeteiligten.

Mit:
Prof. Dr. Dagmar Ellerbrock, Historikerin, Technische Universität Dresden
Studierende des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte der Technischen Universität Dresden