Schwarzweiß-Aufnahme eines Mädchens und eines Jungen aus dem 19. Jahrhundert. Sie sitzen mit einem kleinen Hund unter einem Schirm. Neben ihnen steht ein Picknick-Korb, im Hintergrund der romantischen Szenerie steht ein Kreuz zwischen Baumwipfeln.

Über Tiere, die wir lieben

21. Nov, Di., 19:00 Uhr

Über Tiere, die wir lieben

21. Nov, Di., 19:00 Uhr
Reihe: „Ein Leben ohne Mops…“?

Seit vielen tausend Jahren leben Menschen mit Tieren. Ganz sicher war die Beziehung immer auch von Gefühlen geprägt, aber emotionale Nahbeziehungen wie Liebe oder Freundschaft zu Tieren als Heim-, Schoß – bzw. Familientieren scheinen historisch doch ziemlich jung zu sein. Wann und unter welchen gesellschaftlichen Bedingungen kamen diese Bindungen auf? Wann wurden Haustiere zu Gefährten einer Lebens- und Wohngemeinschaft? Inwiefern kann man auch unsere Heim- und Schoßtiere noch als Grenzfiguren beschreiben, über die wir zentrale Konzepte unserer symbolischen Ordnung verhandeln: Fragen von Herrschaft und Unterwerfung, Geschlechterrollen, das Verhältnis von Wildheit und Zivilisation und von Natur und Kultur.

Darüber diskutieren:
Prof. Dr. Kurt Kotrschal, Biologe und Verhaltensforscher, Universität Wien, Leiter der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle in Grünau und Gründer des „Wolf Science Center“ im österreichischen Ernstbrunn. Sein Buch „Wolf-Hund-Mensch“  wurde 2013 als österreichisches Wissenschaftsbuch des Jahres ausgezeichnet.
Prof. Dr. Karin Harrasser, Kulturwissenschaftlerin, Kunstuniversität Linz.

Moderation: Cord Riechelmann, Biologen, Philosoph und Publizist