Im Zentrum eine junge Frau mit Kopfhörern, die sich Notizen macht. Vor und hinter ihr sind weitere Beucher.

Pressemitteilung

EIN ANZIEHENDES ANTLITZ

80.000 Besucher sehen Ausstellung „Das Gesicht“ im Deutschen Hygiene-Museum

Was können Mimik-Forscher und modernste Überwachungssoftware im menschlichen Gesicht erkennen – und was nicht? Mit der Sonderausstellung „Das Gesicht. Eine Spurensuche“ begab sich das Deutsche Hygiene-Museum einmal mehr in das Spannungsfeld von Wissenschaft und Kunst – und stellte sich den Fragen, die moderne Technologien an die Politik und an uns alle richten. Am Sonntag, 25. Februar endet die Ausstellung, die über sechs Monate ein Experimentierfeld für rund 80.000 Besucherinnen und Besucher bot.
 
Neben den nüchternen Zahlen zeigt sich Prof. Klaus Vogel, Direktor des Deutschen Hygiene-Museums, vom interaktiven und zugleich kritischen Ansatz der Ausstellung begeistert: „Im besuchsstarken Jahr 2017 setzte die Ausstellung 'Das Gesicht' auch ein Ausrufezeichen in Sachen Qualität. Mit einer Mischung aus Mitmach-Stationen zur Gesichtserkennung, historischen Dokumenten zur Mimik-Forschung oder epochenübergreifender Portraitkunst gelang es uns offenbar, zu unterhalten und gleichzeitig zum Nachdenken anzuregen: Etwa über die Frage, ob unser Gesicht heute eigentlich noch uns selbst gehört?“ 
 
Auch was es mit der Faszination der allgegenwärtigen Selfies auf sich hat, beschäftigte die Ausstellungsmacher: Während der gesamten Laufzeit waren Besucher dazu aufgerufen, ihre Meinung pro oder contra Selfies kund zu tun – entweder in Form eines selbstgeknipsten Fotos oder eines schriftlichen Statements. Eine Auswahl der etwa 300 Beiträge, die das Museum im Rahmen dieser Aktion gesammelt hat, ist noch bis Sonntag in der Ausstellung zu sehen.
 
DATEN & FAKTEN
 
Laufzeit: 19. August 2017 bis 25. Februar 2018
Kuratorin / Projektleitung: Kathrin Meyer
Konzept / Beratung: Prof. Dr. Sigrid Weigel, Literatur- und Kulturwissenschaftlerin, Berlin
Ausstellungsfläche: 800 qm
Anzahl Objekte: rund 300 (darunter Werke der Bildenden Kunst, Fotografie, Videoinstallationen, historische Schaufensterfiguren, etc.) 
 
Weitere Informationen finden Sie in der Pressemappe zur Ausstellung.

 

PRESSEFOTO

Moritz Wehrmann: Face to Face – Interface (2016): Auf einer Monitorwand sind zahlreiche Standbilder von Gesichtern zu sehen. Lässt die/der Ausstellungsbesucher/in vor dieser Wand seine Mimik spielen, analysiert ein Programm den Gesichtsausdruck und liefert auf den Bildschirmen passende Gesichter mit ähnlichen Ausdrucksmustern. / Foto: David Brandt