Ein Raum mit dunklem Fußboden. In der Mitte des Raumes stehen hölzerne Versandkisten eng gestapelt zusammen. Im hinteren Teil des Raumes stehen ebenfalls aufgestapelte, hölzerne Versandkisten, an denen mehrere Bildschrime befestigt sind.

Das neue Deutschland

Von Migration und Vielfalt
08. Mär 2014 - 12. Okt 2014

Eine Ausstellung des Deutschen Hygiene-Museums

Einführung

Menschen sind schon seit Jahrtausenden auf Wanderschaft. Migration ist also der Normalzustand und nicht der Ausnahmefall, wie viele meinen. Auch Deutschland hat verstanden, dass es zu einem Einwanderungsland geworden ist. Denn rund zwanzig Prozent der hier Lebenden blicken inzwischen auf eine Zuwanderungsgeschichte zurück. Gekommen sind Menschen aus aller Welt, die ein anderes Leben suchen. Menschen, die in Deutschland arbeiten oder studieren möchten, als Krankenschwester oder Biologin, als Maurer oder IT-Spezialist oder die sich ganz einfach in jemanden verliebt haben. Oder Frauen, Männer, Alte und Kinder, die auf der Flucht sind vor Intoleranz, Verfolgung, Hunger oder Krieg. Und dann sind da noch diejenigen, die in Deutschland geboren wurden als Kinder von Eltern, die nicht hier geboren wurden. Und noch viele andere mehr mit ihren eigenen, nie erzählten Geschichten. Für all diese Menschen hat sich der bürokratische Begriff „Menschen mit Migrationshintergrund“ eingebürgert. Sie sind es, die in dieser Ausstellung im Vordergrund stehen werden. Zusammen mit allen anderen, die DAS NEUE DEUTSCHLAND ausmachen. Viele Menschen begegnen unserer Einwanderungs-gesellschaft mit gelassener Akzeptanz. Sie erkennen eine Bereicherung ihres Lebens darin und sehen Chancen, dass sich Deutschland weiter zu einem weltoffenen  Land fortentwickelt. Politik und Wirtschaft haben festgestellt, dass wir auch aus demografischen Gründen auf Zuwanderung angewiesen sind. Andere sind durch die Veränderungen ihrer Alltagswelt beunruhigt, oder sie begegnen Migranten mit offener Ablehnung. Und schließlich gibt es in unserer Gesellschaft Rechtsextremismus, militante Islamfeindlichkeit und Rassismus, die nicht vor Gewalt und Mord halt machen. Vor dem Hintergrund dieser Reaktionen fragen wir danach, wie DAS NEUE DEUTSCHLAND heute aussieht und wohin sich unsere Gesellschaft in ihrer sozialen und kulturellen Vielfalt weiter entwickeln kann. Wie wir zusammen leben wollen, das bleibt in einer Einwanderungsgesellschaft ein ständiger Aushandlungsprozess zwischen denen, die schon da sind, und denen,die noch kommen werden. Während durch die Politik die notwendigen Rahmenbedingungen gesetzt werden, kann DAS NEUE DEUTSCHLAND nur in der Begegnung von Menschen gelingen. Die Herausforderung besteht darin, das Anderssein der Anderen anzuerkennen und gleichzeitig Gemeinsamkeiten wahrzunehmen, wo zunächst nur Befremden herrschte. Vor allem aber gilt es, einen konflikt- und zukunftsfähigen Umgang mit diesen Anforderungen einer offenen Gesellschaft zu lernen.

Abteilungen

Auf einer hölzernen Versandkiste stehen 25 Spielzeugautos in einer Schlange. Auf den Spielzeugautos sind Bauklötze in unterschiedlicher Höhe befestigt, die für die Herkunftsländern von Ausländern und Deutschen mit Migrationshintergrund in Deutschland stehen. Der größte Stapel hat die Höhe von einer Armlänge, die anderen Stapel werden gestaffelt kleiner. Dahinter eine Landkarte von Europa.

SEHNSÜCHTE UND TRÄUME

Sehnsuchtsorte in aller Welt +++ Unterwegs. Eine Filminstallation +++ Migration in Zahlen +++
Träume. Neue Dresdner erinnern sich

Unter einem grün beleuchteten Durchgang, der in einen Gang mündet, steht ein junger Mann. Links von ihm ist ein Handgebäckband für die Sicherheitskontrolle in Flughäfen.

ÜBER GRENZEN

Die Grenze +++ Im Transit +++ Wartezone Asyl +++ Straße: Gesteuerte Zuwanderung

Im Vodergrund des Raumes stehen vier Holztische. Auf den Holztischen befinden sich Exponate zu den Themen namens "Exportschlager", "Qualitätssicherung", "Traumjobs" und "Wirtschaftswunder". Im Hintergrund ist ein abgetrennter Raum. Die Trennwände bestehen aus hölzernen Versandkisten.

ZUSAMMEN LEBEN

Archiv: 60 Jahre deutsche Einwanderungsgeschichte +++ Markt: Wirtschaftliche Aspekte der Migration +++ Schule: Bildungswege +++ Copy-Shop der Vorurteile +++ Gotteshaus: Vielfalt im Glauben +++ Modernes Antiquariat: Rassismus +++ Museum: Sächsische Migrationsgeschichten

Ein Ausstellungsraum mit mehreren weißen Holzkisten als Trennwände. Auf den Holzkästen sind Tafeln mit 40 Fragen an die Menschen befestigt. Eine Frage lautet: "Was heißt Deutsch-Sein für Sie?". Eine andere Frage lautet: "Was ist Gerechtigkeit?"

FRAGEN AN DIE MENSCHEN, DIE IM NEUEN DEUTSCHLAND LEBEN

Wo liegt die Mitte der Gesellschaft? Was macht Sie neugierig auf die Welt? Was verstehen Sie unter Glück? Worauf bauen, wem vertrauen Sie? Wen fragen Sie nach dem Weg? Was bedeutet Ihnen Mutter Erde? Worauf warten Sie?

Rundgang

Ein Raum mit dunklem Fußboden. In der Mitte des Raumes stehen viele hölzerne Versandkisten eng zusammen. Im hinteren Teil des Raumes stehen ebenfalls aufgestapelte, hölzerne Versandkisten, an denen mehrere Bildschrime befestigt sind.
Nahaufnahme einer kleinen Freiheitsstatue, die aus Marshmallows besteht.
In einem Ausstellungsraum befinden sich an der linken, rechten und hinteren Wand stapelweise, hölzerne Transportkisten. An den drei Wänden hängen Landkarten.
In der Mitte des Raumes stehen vier Holztische. Auf den Holztischen befinden sich Exponate zu den Themen namens "Exportschlager", "Qualitätssicherung", "Traumjobs" und "Wirtschaftswunder". Das Exponat für den Transportschlager ist ein Legoschloss, das Exponat für den Traumjob sind mehrere Fußballschuhe.
Nahaufnahme eines Artikels der BILD-Zeitung mit dem Titel "Bundespräsident Wulff: der Islam gehört zu Deutschland!"
Auf fünf weißen Aufstellern sind Zeitungsartikel zu dem Thema Migration in Deutschland angebracht. An der unteren rechten Ecke der Aufsteller ist ein Bildschirm montiert, auf dem die Nachrichten laufen.
In einer beleuchteten Vitriene befinden sich mehrere Exponate. In dem obersten Regal der Vitriene befindet sich ein Banner mit der Aufschrift: "Im Gedenken an Marwa El-Sherbini"
In einem Raum, dessen Wände aus hellen Holzkisten bestehen, befinden sich an der hinteren Wand drei Monitore. Auf den Monitoren laufen Filmsequenzen von Familien unterschiedlicher Nationalitäten.
Ein Ausstellungsraum mit mehreren weißen Holzkisten als Trennwände. Auf den Holzkästen sind Tafeln mit 40 Fragen an die Menschen befestigt. Eine Frage lautet: "Was bedeutet Ihnen Mutter Erde?".
Ein Raum mit dunklem Fußboden. In der Mitte des Raumes stehen viele hölzerne Versandkisten eng zusammen. Im hinteren Teil des Raumes stehen ebenfalls aufgestapelte, hölzerne Versandkisten, an denen mehrere Bildschrime befestigt sind.
Nahaufnahme einer kleinen Freiheitsstatue, die aus Marshmallows besteht.
In einem Ausstellungsraum befinden sich an der linken, rechten und hinteren Wand stapelweise, hölzerne Transportkisten. An den drei Wänden hängen Landkarten.
In der Mitte des Raumes stehen vier Holztische. Auf den Holztischen befinden sich Exponate zu den Themen namens "Exportschlager", "Qualitätssicherung", "Traumjobs" und "Wirtschaftswunder". Das Exponat für den Transportschlager ist ein Legoschloss, das Exponat für den Traumjob sind mehrere Fußballschuhe.
Nahaufnahme eines Artikels der BILD-Zeitung mit dem Titel "Bundespräsident Wulff: der Islam gehört zu Deutschland!"
Auf fünf weißen Aufstellern sind Zeitungsartikel zu dem Thema Migration in Deutschland angebracht. An der unteren rechten Ecke der Aufsteller ist ein Bildschirm montiert, auf dem die Nachrichten laufen.
In einer beleuchteten Vitriene befinden sich mehrere Exponate. In dem obersten Regal der Vitriene befindet sich ein Banner mit der Aufschrift: "Im Gedenken an Marwa El-Sherbini"
In einem Raum, dessen Wände aus hellen Holzkisten bestehen, befinden sich an der hinteren Wand drei Monitore. Auf den Monitoren laufen Filmsequenzen von Familien unterschiedlicher Nationalitäten.
Ein Ausstellungsraum mit mehreren weißen Holzkisten als Trennwände. Auf den Holzkästen sind Tafeln mit 40 Fragen an die Menschen befestigt. Eine Frage lautet: "Was bedeutet Ihnen Mutter Erde?".

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