Ein Mädchen errät mir geschlossenen Augen einen Gegenstand durch Fühlen. Im Hintergrund ist eine gelbe Wand.

Fühlen

Unser Tastsinn

Der letzte Bereich der Ausstellung widmet sich dem Fühlen. Selten nehmen wir bewusst wahr, dass und wie wir fühlen. Dennoch: Wir fühlen ununterbrochen. Das Wohlfühlen wird wesentlich von dem bestimmt, was wir über unsere Haut wahrnehmen. Das zeigt nicht zuletzt die Bedeutung des Begriffs "Fühlen", in dem sich Emotion und Tastsinn vermischen.

In der Abteilung Fühlen wird der ganze Körper in die Erkundung unterschiedlicher Materialien, Formen und Temperaturen einbezogen, um so zu zeigen, dass wir uns nicht nur durch Sehen, Hören und Riechen, sondern auch durch das Fühlen in der Welt orientieren. Ohne unseren Tastsinn wären wir nicht überlebensfähig. Neben zahlreichen interaktiven Installationen zeigen anatomische Modelle der Haut bis hin zu einzelnen Tastkörperchen, was in unserem Körper vorgeht, wenn wir fühlen.

Was fühlt sich angenehm an, was nicht? Was warm, was kalt? An welchen Stellen meines Körpers fühle ich besonders gut? Warum lösen Tasteindrücke schnellere Reaktionen aus als visuelle Reize? Das kann an den ?Experimentiertischen? untersucht werden.

Die zentrale Installation in der Abteilung "Fühlen" ist ein Dunkelbereich, der uns den Zusammenhang von Sehen und Fühlen vermittelt, und somit den Bogen zu dem in der Ausstellung zuerst behandelten Sinn schlägt: dem Sehsinn. Denn je schlechter wir sehen, desto konzentrierter und damit besser fühlen wir. Um den Tastsinn bei Licht und Dunkelheit erfahrbar werden zu lassen, ist ein langer, komplett dunkler Parcours zu erkunden. Durch die unterschiedlichsten Materialien geht es aufwärts und abwärts. Die Kinder werden nur durch die tastenden Hände und Füße geleitet.

Ausgewählte Installationen 

  • Unterschiedliche Tast- und Experimentierbereiche
  • Filminstallation: Tiere im Körperkontakt
  • "Körperabdruckwand": durch Druck ein Negativ des eigenen Körpers formen - als Einzel- oder Gruppenbild